Welte, Mark – In die Füsse atmen

Inhalt: Lina will Schauspielerin werden. Jan will Lina. Aber auf keinen Fall an die Schauspielschule. Dafür ist er zu scheu. Nachdem sein Zwillingsbruder ihn aber trotzdem an der Otto-Falckenberg-Schule angemeldet und für ihn die Aufnahmeprüfung bestanden hat, gibt es für Jan kein Zurück mehr. Er stellt sich seiner Angst – oder nimmt es sich jedenfalls vor.

Stichworte: Liebe – Humor – Schauspiel

Erster Satz: Diese Dokumentation über die Otto-Falckenberg-Schauspielschule lässt alles wieder lebendig werden.

+ Der Schreibstil entspricht dem, was ich erwartet habe: Leicht, flockig, ohne grosse Umschweife.
+ Das Cover finde ich super. Es ist knallig, es ist laut, es ist oberflächlich. Es passt sehr gut zu dem Buch. Auch sonst ist die Aufmachung des Buches recht schön.

= Ja, das Buch ist lustig. Aber wie so oft wurde ich von diesem „extrem witzig!-Humor“ nicht ganz mitgerissen. Naja. Jedem das seine. Meinen Humor hat das Buch teilweise getroffen, teilweise nicht.
= Die Charaktere haben alle eine bestimmte Macke oder einen bestimmten Charakterzug, der sie beschreibt. Bei einigen Charakteren ist es das dann aber schon. Das ist recht schade, vor allem, weil viele der Charaktere anfangs grosses Potential aufweisen. Jans Charakter erlebt man aber hautnah, da wir die Geschichte aus seiner Perspektive miterleben. Aber auch Jan scheint sich nicht gross zu verändern im Verlauf der Geschichte.

– Für mich bleibt die Geschichte vielerorts zu oberflächlich. Das mag wohl daran liegen, dass es ein lustiges Buch sein soll… Die Kapitel sind durchgehend recht kurz. Und auch die Erzählung ist recht knapp gehalten. Für meinen Geschmack jedenfalls. Da hätten viele Dinge mehr ausgekostet werden können! Ausserdem hätte ich eine ausfürhlichere Schilderung des „Schauspielschüler-Alltags“ erhofft, gerade weil der Titel schon darauf anspricht. Leider kommt dieser Aspekt im Buch viel zu kurz. Mit wenigen Ausnahmen könnte die gesamte Handlung an jedem anderen x-beliebigen Ort spielen. Sehr schade. Es ist schlicht und ergreifend so, dass ich nach der Leseprobe falsche Erwartungen hatte. Ich erwartete einen humoristischen, satirisch lustigen Einblick in das Leben eines Schauspielschülers, der in seine Klassenkameradin verknallt ist.

Fakten: Markus Welte – In die Füsse atmen – KiWi (Kiepenheuer & Witsch) – Roman, Humor – 2011 – ISBN 978 3 462 04348 8 – 282 Seiten – Dieses Buch wurde mir vom KiWi-Verlag in Zusammenarbeit mit vorablesen.de zur Verfügung gestellt.

Ähnlich wie: „Die Paprikantin“ von Lysann Heller oder „nachts im sägewerk“ von Markus Götting

Fazit: Eine leichte Lektüre. Ganz nett. Unterhaltsam ja, aber meiner Meinung nach nicht „extrem witzig“ wie es auf dem Cover angespriesen wird. Meine hohen Erwartungen nach der Leseproben wurden leider enttäuscht.

 

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