Kreagust 2013 – Freude herrscht!

Es ist August, es ist heiss und es ist nichts los – zumindest wenn man den Zeitungen Glauben schenken will. Die perfekte Zeit also, eine kleine Blogaktion ins Leben zu rufen – den Kreagust. Die Idee des Kreagusts basiert auf dem Prinzip „Jeden Tag ein Blogpost“ und wird mit verschiedensten Beiträgen zu sommerlichen Themen, aber auch zu Musik, Büchern und Kreativität aufwarten.

„Freude herrscht!“

Hoffentlich kommt diese Blogaktion bei euch genauso gut an, wie der „erste schweizer Astronaut im All“ dies bei Altbundesrat Adolf Ogi 1992 tat. Nicht umsonst wird hier heute ein Altbundesrat der Schweiz zitiert, denn heute ist der 1. August, der Nationalfeiertag der Schweiz. Zur Feier des Tages bringt die folgende Liste, die aus 10 Dingen, die man gerne über die Schweiz wissen kann, aber nicht unbedingt muss, euch mein Heimatland näher. Welche davon sind euch neu?

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10 Dinge, die man gerne über die Schweiz wissen kann

  1. Die Schweiz hat ganze vier offizielle Landessprachen. Diese sind: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Letzteres ist jedoch langsam am aussterben. Dafür spekulieren Linguisten von der 5. Landessprache Englisch.
  2. Es gibt nicht „das“ Deutsch, welches in der Deutschschweiz gesprochen wird. In der Schweiz liegt nämlich eine (eher untypische) diglossische Situation vor, was bedeutet, dass verschiedene Dialekte (z.B. Berndeutsch, Walliserdeutsch, Züridütsch) neben der schweizer Standardsprache gesprochen werden. Der Dialekt ist in der Regel dabei aber nicht negativ konnotiert.
  3. Für Politiker kann es von Vorteil sein, einen sehr dialektisch gefärbten Standard zu sprechen, da sie so als volksnaher und schweizerischer wahrgenommen werden.
  4. Die direkte Demokratie der Schweiz erlaubt die Wahl des Nationalrates und des Ständerates, jedoch nicht des Bundesrates. Dieser besteht aus 7 Mitgliedern, die von der „Bundesversammlung“, also vom Nationalrat und vom Ständerat, gewählt.
  5. Wilhelm Tell, der den meisten von Schillers gleichnamigem Stück bekannt sein dürfte, ist auf der 5-Franken-Münze abgebildet. Viele Kinder wachsen im Glauben auf, dass es Wilhelm Tell wirklich gegeben hat.
  6. Schweizer bezeichnen sich gerne als „Eidgenossen„. Dass die Geschichte um den Rütlischwur 1291 jedoch vor allem auf Schillers Stück basiert und somit geschichtlich relativ ungesichert ist, blenden die meisten „Eidgenossen“ dabei aber aus. Trotzdem gibt es einen Bundesbrief, der eine „Gründung“ eines Bündnisses verschiedener (später schweizer) Kantone im August des Jahres 1291 erwähnt.
  7. Es gibt ein Bier, welches sich 1291 nennt.
  8. In vielen Gemeinden findet am 1. August eine „1. Augustfeier“ statt. Dazu werden (meist der Politik entspringende) „1. Augustredner“ engagiert, die zur Feier des Tages eine Rede halten.
  9. Auch wenn Fondue (geschmolzener Käse mit Weisswein, in den Brotstücke getunkt werden) und Raclette (geschmolzener Käse, der meist über Kartoffeln oder Brot, oftmals mit Silberzwibeln und Cornichons gegessen wird) zu den ‚typischen‘ schweizer Speisen gehören, warten die meisten 1. Augustfeiern mit Risotto auf. Und dies nicht nur im Tessin.
  10. Ab 2014 benötigt man einen Ausbildungsnachweis für das abfeuern grösserer Feuerwerke (Kategorie 4). Die Ausbildung kostet um die 400 Franken.

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